Der Import von Meeres- bzw. Salzwasserfischen hat über die letzten 30 Jahre hinweg nur wenig zugenommen. Bewegung verzeichnet hat die Masse der Süsswasserfische, die bis in die 2010er Jahre stark zugenommen haben und danach wieder auf den Stand von 1988 eingebrochen sind. Die Ursache könnte mit dem Aufkommen des Pangasius (Haiwels) sowie der Zunahme von Lachs zusammenhängen. Der Import von Lachs nahm stark zu. 

Pangasius bzw. andere Fischen aus der Familie der Welsartigen (Siluriformes, Haiwelse) aus dem Südostasiatischen Raum kamen ab 2012 praktisch aus dem Nichts und gehörte fast augenblicklich zu den fünf am meisten konsumierten Fischen – er ist gerätearm, hat einen milden Geschmack und ist billiger als andere Fische.

Der Tiefe Preis täuscht in Bezug auf Natur- und Artenschutz darüber hinweg, dass der Pangasius ein schwieriger bzw. belasteter Fisch ist. Die Vollständige Zucht ist fast nicht möglich, denn die Tiere laichen in Gefangenschaft kaum von allein ab. Das bedeutet, die weiblichen Fische werden mit Hormoninjektionen dazu gebracht, abzulaichen, oder Zuchtbestände werden mit wild abgefischtem Laich wieder aufgefüllt, was in der Folge die natürlichen Bestände dezimiert – diese erholen sich kaum. Es gibt Quellen, die davon ausgehen, dass der Wilde Pangasius in verschiedenen Regionen aussterben könnte.

Tragisch aber war: Die heimische und ökologisch wohl sinnvollsten Alternative, der Karpfen mit nicht einmal 0.1 Prozent Marktanteil ist heute kaum Existenz. Dabei hat die Karpfenzucht in Europa eine über 2000-jährige Geschichte und Kultur vorzuweisen, Zudem sind Karpfen Genügsam, resistent und gedeihen auch in Sauerstoffarmen Wasser prächtig.

Wie dem auch sei, ein Grossteil der Fische kommt bereits gefroren in die Schweiz, sei es ganz oder sei es bereits verarbeitet. Die Massive Zunahme der Meeresfrüchte von Miesmuscheln bis Hummer dürfte der Tiefkühltechnik geschuldet sein. Gerade die Absätze von lebenden Panzerkrebsen haben aufgrund der neuen Gesetzgebung in Bezug auf die Tötung massiv abgenommen. Gerade Hummer wird in den USA und Kanada direkt getötete und gefroren und kommt so zwar roh aber dafür tiefgefroren in die Schweiz. Gerade bei Meeresfrüchten und Fischen hat das Gefrieren kaum verändernde Eigenschaften auf die Qualität.

Die Statistik der Importieren Fische nach Verarbeitung zeigt, dass der Anteil an gefroren Fischen gross ist, hinzukommen der gefrorene Anteil der Verarbeiteten Fische, Hier lassen sich die Gerichte (von Fischstäbchen bis Schlemmerfilets) zahlenmässig nicht von Konservierten Fischen (Rollmops etc.) abgrenzen. Allerdings dürfte der Anteil hierbei vermutlich hoch sein. Bemerkenswert ist auch der Anstieg der geräucherten Fische. Das hat vermutlich auch mit dem Aufkommen des Lachs-Farmings zu tun die mit der Zunahme des Pangasius einhergeht.