7 Interessante Artikel aus der Presse Woche 48: Ernährung: Eine Welt ohne Kühe | Gentechnisch veränderter Golden Rice: Seit zwanzig Jahren grosse Hoffnungen und heftige Kritik | Meisterköche mit Bodenhaftung, Dana und Laurin Kux in Münster | Wo sind all die Arbeitskräfte hin? | Migranten retten Deutschlands Wirtschaft | Pascor, London: «Essen, bei dem man sich amüsieren muss» | Darum solltest du nicht jeder Ernährungsstudie glauben.
+ Lebensmittel, Ernährung und Nachhaltigkeit: Eine Welt ohne Kühe. Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages in einer neuen Realität auf (Ernährung heute)
Food, Nutrition an Sustainability: A World Without Cows. Imagine Waking Up One Day to a New Reality(Nutrition Today)
+ Erstmals konnte der gentechnisch veränderte Golden Rice geerntet werden – er löst seit mehr als zwanzig Jahren grosse Hoffnungen und heftige Kritik aus (Neue Zürcher Zeitung / Paid Content)
Der Goldene Reis: Erste Ernte auf den Philippinen (Transgen)
Der Weg in eine verkehrte Landwirtschaft (Umweltinstitut)
Der Verein «Forschung für Leben» informiert: Entwicklung und Bedeutung der bekanntesten Reispflanze Golden Rice (Forschung Leben)
+ Meisterköche mit Bodenhaftung Dana und Laurin Kux in Münster (Welt)
+ Personalmangel in Deutschland: Wo sind all die Arbeitskräfte hin? (Frankfurter Allgemeine)
+ Migranten retten Deutschlands Wirtschaft (Financial Times)
+ Pascor, London: "Essen, bei dem man sich amüsieren muss" - Restaurantkritik. (The Guardian)
Pascor, London: ‘Food that demands you have a good time’ – restaurant review. (The Guardian)
+ Lebensmittelstudien: Darum solltest du nichtjeder Ernährungsstudie glauben. Lebensmittelstudien sind in vielerlei Hinsicht fehleranfällig. Das führt zu kuriosen, teils widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen. (Quarks)
Lebensmittel, Ernährung und Nachhaltigkeit: Eine Welt ohne Kühe. Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages in einer neuen Realität auf (Ernährung heute)
Milchkühe stammen von Tieren ab, die den Menschen seit Tausenden von Jahren mit Nahrung versorgen. Wenn es keine Kühe mehr auf der Erde gäbe, würden die Menschen eine wichtige Quelle für hochwertiges Eiweiß und zahlreiche andere Nährstoffe sowie eine Einkommensquelle, Lebensgrundlage und Sicherheit für Millionen von Menschen weltweit verlieren. Obwohl Kühe Netto-Treibhausgasemittenten sind, werden durch verbesserte Zucht- und Technologieverfahren immer effizientere Kühe erzeugt, die den Milchsektor weiter in Richtung Netto-Null-Emissionen bringen werden. In diesem Artikel werden die beabsichtigten und unbeabsichtigten Folgen des Aufwachens in einer Welt ohne Kühe untersucht.
Food, Nutrition an Sustainability: A World Without Cows. Imagine Waking Up One Day to a New Reality(Nutrition Today)
Dairy cows descended from animals that have been providing nourishment to humans for thousands of years. If cows no longer inhabited the earth, humans would lose a key source of high-quality protein and numerous other nutrients, as well as a source of revenue, livelihoods, and security for millions of people globally. Although cows are net greenhouse gas emitters, improved breeding and technology practices continue to generate more efficient cows that will continue to bring the dairy sector closer to becoming net zero emitters. In this article, intended and unintended consequences of waking up to a world without cows are explored.
Erstmals konnte der gentechnisch veränderte Golden Rice geerntet werden – er löst seit mehr als zwanzig Jahren grosse Hoffnungen und heftige Kritik aus (Neue Zürcher Zeitung / Paid Content)
Die golden schimmernden Körner enthalten eine Vorstufe von Vitamin A. Sie sollen gegen tödliche Mangelernährung helfen. Werden die Philippinen mit dieser Ernte nun Vorreiter?
Der Goldene Reis: Erste Ernte auf den Philippinen (Transgen)
Vor über zwanzig Jahren entwickelte eine internationale Wissenschaftlergruppe mit gentechnischen Verfahren einen besonderen Reis: Er enthält nun genug Vitamin A, um den in Asien verbreiteten Mangelkrankheiten - vor allem Erblinden - vorzubeugen. Von Gentechnik-Gegnern lange erbittet bekämpft, steht er nun endlich auf den Feldern: Nach der Zulassung haben Kleinbauern auf den Philippinen Saatgut erhalten. 2022 bauten sie erstmals Goldenen Reis an - auf 40 Hektar. Knapp 70 Tonnen wurden geerntet.
Der Weg in eine verkehrte Landwirtschaft (Umweltinstitut)
Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist ein Treiber der industriellen Landwirtschaft und blockiert die dringend notwendige Agrarwende.
Der Verein «Forschung für Leben» informiert: Entwicklung und Bedeutung der bekanntesten Reispflanze Golden Rice (Forschung Leben)
ogende Reisfelder im warmen Sonnen- licht, hübsche asiatische Kinder, die mit grossen Augen in die Kamera blicken, da- zu säuselnde Musik und eine Stimme, die von den grossen Chancen des neuen Vitamin A Reises er- zählt... So preist die Agro-Industrie in den USA das Paradebeispiel unter den Gentechpflanzen, den «Golden Rice», am Fernsehen an. Auf der Gegen- seite droht Greenpeace damit, Freisetzungsversu- che mit diesem Reis zu sabotieren, spricht von «fool’s gold» oder einem «Technologiepfläster- chen» für ein Problem, welches erst durch die Tech- nologie selbst oder ganz pauschal durch die Grüne Revolution entstanden sei.
Meisterköche mit Bodenhaftung Dana und Laurin Kux in Münster (Welt)
Im Kreuzviertel in Münster sorgen Laurin Kux und seine Frau Dana für frischen Wind in der Gourmetküche. Der Bretone Frédéric Morel und Ehefrau Elisabeth bringen mit ihrem Restaurant „Cœur D’Artichaut“ ein Stück Frankreich nach Münster.
In der Küche des Restaurants „Brust oder Keule“ gibt Laurin Kux in höchster Konzentration einem Zwischengang den letzten Schliff. Mit einer Pinzette wird eine Kreation aus Steinpilzen, leicht geräuchertem Eigelb und säuerlich eingelegtem Sellerie mit kleinen Petersilienstielen und Blüten weiter verfeinert. Hinzu kommt noch Sauerkrautsud, der den Gerichten die besondere Note geben soll. „Die Cremigkeit und Rauchnote vom Bio-Ei werden sehr vielschichtig von dem Steinpilzsalat und der Säure vom Sauerkrautsud ergänzt“, sagt Laurin.
Personalmangel in Deutschland: Wo sind all die Arbeitskräfte hin? (Frankfurter Allgemeine)
In Deutschland fehlt überall Personal. Jedes zweite Unternehmen kann Stellen nicht mehr besetzen. Das sorgt für Stress bei denen, die noch da sind, und zwingt zu Erfindungsreichtum. Die Leute von der Berliner Stadtreinigung (BSR) haben alle Hände voll zu tun. „Es muss schon zack, zack gehen“, sagt Pascal Zimmer, Tourenmeister der Entsorgungsgesellschaft. Zeit haben die Müllmänner, die man längst eigentlich nicht mehr so nennt, nicht zu verlieren. Sie arbeiten im Akkord, fast immer im Laufschritt, ziehen häufig chaotisch befüllte Tonnen und Container aus den Berliner Innenhöfen, wuchten sie über so manche Schwelle, bis zu den Greifarmen des Müllwagens, die den Rest erledigen.
Migranten retten Deutschlands Wirtschaft (Financial Times)
Zugewanderte verhindern laut neuer IW-Untersuchung Arbeitskräftemangel wie in Großbritannien. Migranten haben Deutschland bisher vor den Problemen mit einem drastischen Mangel an Arbeitskräften bewahrt, wie er in Großbritannien herscht. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Ökonomen um Helen Hickmann vom Institut der deutschen Wirtschaft „Leere Supermarktregale und keine Matratzen mehr bei Ikea: Was in Großbritannien längst Alltag ist, hat sich in Deutschland noch nicht materialisiert“, sagt Hickmann. „Ohne Migranten wäre der Arbeitskräftemangel viel dramatischer.“ Sie hätten die größte Volkswirtschaft Europas praktisch gerettet.
Pascor, London: "Essen, bei dem man sich amüsieren muss" - Restaurantkritik. (The Guardian)
Dieses Restaurant in Kensington bietet gutes Essen zu erschwinglichen Preisen und steckt voller Überraschungen. Manche Gerichte sind so individuell wie die Fingerabdrücke des Kochs. Bei Pascor in der Londoner Kensington High Street ist dieses Gericht ein Mini-Challah-Brot, plattgedrückt und prall, mit goldener Glasur und Sesam bestreut. Es wird noch warm aus dem Ofen serviert, zusammen mit einer Schale geräuchertem Tahini, das die Farbe von Eisenspänen hat, und einer Kugel geschlagener Za'atar-Butter. Wenn man hineinbeißt, wird man von einer unbeschreiblich leichten, weißen Krume begrüßt, die einem süße, dampfende Böen von gebackener Freude entgegenpustet.
Pascor, London: ‘Food that demands you have a good time’ – restaurant review. (The Guardian)
With sizzling good food at affordable prices, this neighbourhood joint in Kensington is full of welcome surprisesSome dishes are as distinct as the cook’s fingerprints. At Pascor on London’s Kensington High Street, that dish is a mini loaf of challah, platted and plump, golden-glazed and sesame-sprinkled. It is served warm from the oven, alongside a dish of smoked tahini the colour of iron filings, and a scoop of whipped za’atar butter. When you tear into it, you are greeted by an ineffably light, white crumb, puffing sweet, steamy gusts of baked joy at you.
Lebensmittelstudien: Darum solltest du nichtjeder Ernährungsstudie glauben. Lebensmittelstudien sind in vielerlei Hinsicht fehleranfällig. Das führt zu kuriosen, teils widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen. (Quarks)
Die meisten Lebensmittelstudien sind nicht haltbar.
Kaffee ist krebserregend. Kaffee schützt vor Krebs. Kaffeetrinker:innen erkranken seltener an Alzheimer oder Parkinson. Und Kaffee lässt weibliche Brüste schrumpfen. Das sind nur einige der Schlagzeilen, die regelmäßig zu lesen sind. Anderen Lebensmitteln ergeht es nicht besser, ebenso wie Nahrungsbestandteilen wie Fett, Kohlenhydraten oder Proteinen. Alles ist mal gut, mal schlecht – je nach Einzelstudie.
Im Jahr 2012 veröffentlichten die US-Wissenschaftler Jonathan Schoenfeld und John Ioannidis eine Metaanalyse, deren Titel allein schon Bände spricht: „Ist alles, was wir essen, mit Krebs verbunden?“ Hierfür suchten sie sich aus diversen Kochbuchrezepten 50 Allerweltszutaten und durchsuchten einschlägige Datenbanken nach Einzelstudien, die zu diesen Zutaten durchgeführt worden waren. Für 80 Prozent fanden sie wissenschaftliche Studien, die diesen Lebensmitteln krebsfördernde oder krebshemmende Wirkungen zusprachen. Die meisten Studien wiesen jedochmethodische Fehler auf oder ließen schlicht die publizierte Schlussfolgerung nicht zu.Das Fazit: Nicht die Lebensmittel sind das Problem, sondern die Studien und wie sie durchgeführt sowie interpretiert werden. Warum ist das so?
