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BILDUNG: Hotelfachschule Thun setzt ausschliesslich auf Berufsbegleitung.

Mitten im anhaltenden Fachkräftemangel trifft die Hotelfachschule Thun eine richtungsweisende Entscheidung: Als erste Hotelfachschule mit HF-Studiengängen setzt sie ab 2027 vollständig auf Studiengänge ohne Arbeitsunterbruch. Künftig werden alle Programme ausschliesslich berufsbegleitend angeboten.

Dieser Schritt geht über die Hospitality-Branche hinaus und sendet ein klares Signal an die gesamte Schweizer Bildungslandschaft. Die zentrale Frage lautet nicht nur für Hotels, Restaurants oder Tourismusbetriebe: Wie können Fach- und Führungskräfte weitergebildet werden, ohne sie für mehrere Jahre aus dem Arbeitsmarkt zu nehmen.

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Text: Medienmitteilung | Bild: zVg
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Lernen und arbeiten gleichzeitig – ein Modell für die Zukunft

Im Schweizer Arbeitsmarkt steht das Thema Fachkräftemangel seit Jahren weit oben auf der Agenda. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) fehlten 2025 in der Schweiz über 110’000 qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders stark betroffen sind Branchen wie das Gastgewerbe, das Gesundheitswesen, die IT-Branche und der Handwerkssektor. Traditionelle Vollzeitweiterbildungen begünstigen das Problem, da sie oft einen längeren Berufsunterbruch verlangen.

Dagegen setzt die Hotelfachschule Thun auf das Modell der berufsbegleitenden Weiterbildung. Studierende bleiben während der gesamten Ausbildung berufstätig und arbeiten meist 50 bis 70 Prozent. «Die Zukunft der höheren Berufsbildung liegt in der Kombination von Lernen und Arbeiten», erklärt Raphaël Gaudart, Site-Manager und Schulleiter. «Qualifizierte Mitarbeitende werden heute und nicht erst nach dem Studienabschluss benötigt. Weiterbildung muss Teil der Lösung sein und darf den Fachkräftemangel nicht verschärfen.»

Vorteile für Unternehmen und Wirtschaft

Für Unternehmen bedeutet dieses Modell eine unmittelbare Entlastung. Beschäftigte bleiben im Betrieb, bringen kontinuierlich neues Wissen mit und setzen es sofort in der Praxis um. Dies erhöht den betriebsinternen Know-how-Transfer und steigert die Innovationsfähigkeit. Studien zeigen, dass berufsbegleitend ausgebildete Mitarbeitende langfristig motivierter und leistungsfähiger sind.

Ermöglicht wird dies durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Projekte und Transferarbeiten basieren auf realen Herausforderungen aus dem Berufsalltag. So entsteht ein direkter Mehrwert für die Unternehmen – insbesondere in Zeiten, in denen Innovation, Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften zentrale Wettbewerbsvorteile sind. 

«Lebenslanges Lernen wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor», betont Gaudart. «Gerade Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und moderne Führung verändern die Arbeitswelt rasant. Berufsbegleitende Weiterbildung schafft genau die Verbindung zwischen aktuellem Wissen und unmittelbarer Anwendung.»

Signalwirkung für andere Branchen

Ob Industrie, Gesundheitswesen, IT oder öffentliche Verwaltung: Die Herausforderungen der Fachkräftesicherung und Weiterbildung betreffen alle. Gemäss einer Studie von swissuniversities aus 2025 wünschen sich 72 Prozent der Berufstätigen in der Schweiz mehr berufsbegleitende Bildungsangebote. Der Verzicht auf Vollzeitmodelle kann dem Entgegenkommen und den Fachkräftemangel über Branchengrenzen hinweg lindern.

Die Hotelfachschule Thun positioniert sich damit als zukunftsweisende Bildungsinstitution, die eine Entwicklung prägt, welche in den kommenden Jahren auch in anderen Branchen an Bedeutung gewinnen wird. Weiterbildung darf künftig nicht länger als Unterbruch im Erwerbsleben gesehen werden, sondern muss integraler Bestandteil des Berufslebens sein.

Neue Studienmodelle ab 2027

Ab Januar 2027 bietet die Hotelfachschule Thun den Studiengang Dipl. Hotelier-Gastronom HF / Dipl. Hotelière-Gastronomin HF, Professional Bachelor, ausschließlich berufsbegleitend an. Absolventinnen und Absolventen mit einem einschlägigen EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) können den Abschluss in 2,5 Jahren erwerben. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger benötigen 3,5 Jahre. Beide Wege führen zu einem bewährten eidgenössisch anerkannten HF-Abschluss.

Stimmen aus der Praxis und vom Studium

Larissa Gienal, Studentin und Ambassadrice der Hotelfachschule Thun:  

«Ich kann Verantwortung im Betrieb übernehmen und gleichzeitig meine Führungs- und Managementkompetenzen ausbauen. Das Gelernte ist nicht Theorie für später, sondern Praxis für den nächsten Arbeitstag.»

Raphaël Gaudart, Schulleiter der Hotelfachschule Thun:  

«Wer sich weiterbildet, sollte dem Arbeitsmarkt nicht verloren gehen. Unser Modell zeigt, dass Qualifizierung, Wertschöpfung und Karriereentwicklung gleichzeitig möglich sind.»

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Über die Hotelfachschule Thun
Die Hotelfachschule Thun zählt zu den führenden Bildungsinstitutionen der Schweizer Hospitality-Branche. Mit dieser strategischen Neuausrichtung wird sie schweizweit die einzige Hotelfachschule mit 
HF-Studiengängen, die ausschliesslich auf berufsbegleitende Ausbildung setzt. So trägt sie aktiv dazu bei, den Schweizer Arbeitsmarkt im wichtigen Gastgewerbe zu stärken und ein Modell für andere Branchen zu etablieren.
 www.hf-thun.ch