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Datenauswertung: So bestellten die Zürcherinnen und Zürcher im Lockdown

Wer bestellte mehr Pizza, Süsses oder Alkohol und in welchem Zürcher Stadtteil waren die  Bewohner nachts wach und hungrig? Der Schweizer Online Food Delivery-Marktführer EAT.ch hat Daten im gesamten Kanton Zürich vor und nach dem Lockdown ausgewertet. Da das Ausgangsleben stillstand, wurde auch nachts weniger geliefert - aber nicht überall. Hingegen erhöhte sich das Bestellvolumen morgens so stark wie nie zuvor. Die Stadtzürcher bestellten im Verlaufe des Lockdowns vielfältiger und im gesamten Kanton wurde 75% mehr Bier und 81% mehr Wein zum Essen geliefert. CEO Dominic Millioud begründet das starke Wachstum mit einem Digitalisierungsschub, der für die nächsten 18 Monate geplant war, nun aber in drei Monaten stattgefunden hat. 

Stark angestiegen sind Bestellungen im gesamten Kanton, die zwischen 6 und 11 Uhr morgens getätigt wurden. In der Stadt liegt die höchste Zunahme in Altstetten (+284%), Albisrieden (+181%) und Affoltern (+175%). Zwischen 7 und 8 Uhr morgens wurden in den Stadt-PLZ's 130% mehr und ausserhalb 100% mehr als noch vor dem Lockdown bestellt. In Winterthur nahm das Bestellvolumen um 11 Uhr sogar um 250% zu. «Wir erklären dies uns damit, dass die meisten Berufstätigen im Home Office sind oder waren. Gerade mit Kindern im Haushalt, wird der Tag und damit das Mittagessen wohl schon am Morgen geplant», erklärt Dominic Millioud, CEO von EAT.ch.

Wiedikon, Seefeld und Gockhausen bestellen nachts mehr im Lockdown
In der Stadt Zürich wurde zwischen 4 und 6 Uhr morgens weniger Essen als sonst bestellt, ausserhalb der Stadt verschiebt sich der Rückgang um eine Stunde zwischen 5 Uhr 7 Uhr morgens. In der Stadt Zürich verzeichnet Wollishofen den höchsten nächtlichen Bestellrückgang. Mehr Nacht-Bestellungen (24.00 bis 06.00 Uhr) sind hingegen aus dem Seefeld (+20%), Wiedikon (+20%) und Gockhausen (+15%) bei EAT.ch eingegangen.

Stadt: Mehr Momos, Pita's und Burgeund sehr viel mehr Alkohol 
Wählerischer im Verlaufe des Lockdowns wurden die Stadtzürcher: Unter den Top 30 der am meisten bestellten Gerichte nahm der Anteil an Momo's, Pita und Beef Burger zu, der Anteil von Pizza-Sorten verkleinerte sich von 11 auf 9 Sorten in den Top 30. Auch Edamame-Bohnen erreichen während dem Lockdown die Top 30 in der Stadt. Die 16 Pizzasorten in den Top 30 der am meisten bestellten Gerichte ausserhalb der Stadt bleiben unverändert. Generell etwas weniger bestellt wurde Süsses wie Mousse au Chocolat oder Tiramisu, dafür erheblich mehr Alkohol: Ganze 75% mehr Bier und 81% mehr Wein bestellten die Zürcherinnen und Zürcher zum Essen dazu. 

Die meisten Bestellungen am 1. Mai im gesamten Kanton Zürich
Besonders der Montag legte während den acht Wochen stark zu: Am ersten Wochentag verzeichnete EAT.ch jeweils im gesamten Kanton durchschnittlich 70% mehr Bestellungen als zuvor. Der Tag mit dem höchsten Bestellvolumen war der Freitag, 1. Mai 2020. Nachdem der Bundesrat am 16. März die ausserordentliche Lage ausgerufen hat, verdoppelte bis verdreifachte sich das Bestellvolumen in ganz Zürich in den Folgetagen und blieb bis zum Ende der Datenauswertung Anfang Mai kontinuierlich hoch. «Das Nutzerverhalten ist so digital geprägt wie nie zuvor und die Coronakrise hat das Wachstum derart beschleunigt, dass wir unser Ziel von 18 Monaten in drei Monaten erreicht haben. Wir sind hier seit 10 Jahren aktiv, das Potenzial ist immer noch sehr gross», so Dominic Millioud.