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  MEINUNG: 39 Prozent Zoll – und null Prozent Rückgrat. Dieses Gejammer über die Zölle ist kaum mehr zu ertragen.

Während sich die Schweiz über US-Zölle echauffiert wie ein verwöhntes Kind im Sandkasten, ignoriert sie die eigene Glaubwürdigkeit. Statt Haltung zu zeigen, wird lieber bei Trump gekuscht – und das unter dem Deckmantel der Diplomatie. Wo bleiben Stolz, Prinzipien und eine Kampfjet-Politik mit Rückgrat?

Meinung: Romeo Brodmann | Bild: Marko Ferrari mit KI

Dieses Gejammer über die Zölle ist kaum mehr zu ertragen:  «Wir armen, armen, armen Schweizer – die Welt ist so gemein zu uns.» Mimimi.

Sagt mal, haben wir keinen Stolz mehr? Ist jedes Rückgrat gebrochen, oder was? Schaut in den Sudan, in die palästinensischen Gebiete… schaut nach Burkina Faso, Haiti oder Mali – und fragt euch da oben in Bern, ob wir wirklich wegen der 39 % Zoll der USA ein Problem haben.

Warum nehmen wir die Herausforderung nicht einfach an? Wir nehmen als erstes den beschissenen Kampfflieger-Kuhhandel auseinander und stornieren die Bestellung der 36 F-35A. Die Spielzeuge bestellen wir lieber bei den Franzosen oder Schweden – das sind doch unsere Nachbarn und Freunde. Und für denselben Preis gäbe es etwa 70 Gripen E.

Ethisch und moralisch könnten wir dann auch wieder gut in den Spiegel schauen, während wir diese Malaise ausbaden: Die Schweiz erhebt selbst keine Industriezölle und gewährt keine Subventionen – sie lebt, was sie predigt: Freihandel und Offenheit. Sie hat sich in den Verhandlungen korrekt und transparent verhalten – laut Economiesuisse sogar «vorbildlich». Sie würde zeigen, dass sie auch unter Druck ihre Werte nicht aufgibt – das wäre ein moralisches Vorbild.

Hätte, hätte, Fahrradkette… Stattdessen geht der Bundesrat bei dem verurteilten Straftäter Trump den Speichel lecken. Pfuideibel