Das Ende des kurzen Gastspiels überraschte im italienischsprachigen Bündner Südtal Anfang März 2026. Die Gründe sind nicht bekannt. Thomas Fries antwortete auf unsere Anfragen zum Abgang nicht. Er betreibt in Olten das Unternehmen www.deinwaldbad.ch. Auf seiner Webseite ist über ihn zu erfahren: Kursleiter Zertifikat der Deutschen Akademie für Waldbaden und Gesundheit, systemisch-lösungsorientierter Coach, Dozent für Spiritualität und Gesundheit am Schweizer Tropen und Public Health Institut in Allschwil BL.
Abgang im Rekordtempo: Der Puschlaver Tourismuschef Thomas Fries geht nach weniger als zwei Jahren.
Über die Hintergründe der Vertragsauflösung ist offiziell nichts bekannt. «Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir darüber hinaus keine weiteren Angaben machen. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis. Selbstverständlich werden wir zu einem späteren Zeitpunkt – sofern angezeigt – transparent informieren und bei Bedarf weiterführende Details kommunizieren», schreibt Andrea Zanolari, Präsident der Tourismusorganisation Valposchiavo Turismo. Er ist Önologe und Geschäftsführer vom Weingut Plozza (Plozza Wine Group) in Brusio.
Der deutsche Theologe Thomas Fries, damals 42 Jahre alt, übernahm im Sommer 2024 von Kaspar Howald die Aufgabe, die touristische Organisation der Valposchiavo in die Zukunft zu führen, Kontinuität in die bisherige Arbeit zu bringen und neue Impulse für das touristische Produkt zu setzen, um das touristische Image unserer Region zu stärken, wie es in der Mitteilung von Valposchiavo Turismo 2024 hiess.
Rascher Ab- und Auszug
Zu seiner neuen beruflichen Herausforderung äusserte sich Thomas Fries damals offiziell: «Die Valposchiavo steht für mich für Authentizität aus der Verbindung von Mensch, Natur und Kultur. Jede und jeder, der über den Bernina mit dem Zug, dem Rad, zu Fuss oder mit dem Auto in die Valposchiavo kommt, kann nur staunen über die Schönheit dieses Tals.» Aussenstehende staunen über seinen raschen Ab- und Auszug aus dem schönen Bergtal.
Warum man vor zwei Jahren einen Quereinsteiger im Puschlav einstellte, äusserte sich sein Vorgänger Kaspar Howald im Mai 2024: «Auch ich war kein Tourismusfachmann, als ich nach Poschiavo kam, sondern bloss ein promovierter Philologe mit null Erfahrung auf dem Gebiet. Für einen Tourismusdirektor ist es in meinen Augen unter anderem wichtig, dass man sich in den Ort einfühlen kann und dass man ihn dann mit ganzem Herzen
Valposchiavo Turismo mit Büro im Wakker-Dorf Poschiavo, stelle die operative Kontinuität durch eine interimistische Leitung sicher und gewährleistet damit die ordnungsgemässe Weiterführung der laufenden Aktivitäten und Projekte wird mitgeteilt. «Das Tagesgeschäft von Valposchiavo Turismo ist sichergestellt und wird ohne Unterbruch weitergeführt», schreibt Andrea Zanolari, Präsident der Tourismusorganisation Valposchiavo Turismo.
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